Die Naturschutzjugend (NAJU)

NAJU-Aktion am Bach

Die Naturschutzjugend (NAJU) Rheinland-Pfalz ist die Jugendorganisation im NABU.

Mit über 5.200 Mitgliedern im Alter bis 27 Jahren ist die NAJU einer der größten und aktivsten Jugendumweltverbände in Rheinland-Pfalz.

 

In der Region Rhein-Westerwald gibt es mehrere NAJU-Gruppen, die eng mit den jeweiligen NABU-Ortsgruppen zusammenarbeiten. Kinder und Jugendliche haben hier die Gelegenheit, mit Spaß und Freude Zusammenhänge über die Natur und die Umwelt zu lernen sowie sich in Projekt- und Aktionsgruppen aktiv für den Natur- und Umweltschutz einzusetzen.

 

Die NAJU Rheinland-Pfalz bietet regelmäßig Fortbildungen für NAJU-Aktive und Gruppenleiter an und liefert u. a. Spiel- und Aktionsideen und Tipps für die Praxis.

 

 

NABU-Naturschutzzentrum Westerwald

NAJU-Ferienakademie 2013: Nistkastenbau am Naturschutzzentrum
NAJU-Ferienakademie 2013: Nistkastenbau am Naturschutzzentrum

Das NABU-Naturschutzzentrum Westerwald steht allen Interessierten als Umweltbildungseinrichtung zur Verfügung. Im Vordergrund stehen die Umweltbildung für Schulklassen, Kindergärten, NAJU- und Jugendgruppen. Angeboten werden zudem Vorträge und Workshops zu verschiedenen Themen. Vom staatlichen Institut für Lehrerfortbildung in Boppard ist das Zentrum als außerschulischer Lernort und als SchUR-Station (Schulnahe Umwelterziehung Rheinland-Pfalz) anerkannt.

 

Naturlehrpfade im Westerwald

Im Westerwald gibt es zahlreiche Lehrpfade, die auf Ihren Besuch warten! Das Lernen wird an der frischen Luft zum Erlebnis; Lehrpfade fordern uns auf zu sehen, zu hören, zu tasten, zu riechen und zu erkunden. Wald- und Naturlehrpfade sollen der zunehmenden Naturentfremdung entgegenwirken und das Verständnis für den Wald und die heimische Tier- und Pflanzenwelt ausbilden.

Wald- und Vogellehrpfad Guckheim

Kinder beim Besuch des Naturlehrpfads

Bereits seit 1981 existiert am Roten Berg in Guckheim ein ansprechend gestalteter Wald- und Vogellehrpfad der NABU-Gruppe Guckheim, welcher im Jahr seiner Fertigstellung bereits mit dem 1. Platz der Sonderklasse für Lehrpfade im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ ausgezeichnet wurde. Seit 2013 erstrahlt der Lehrpfad durch erneuerte Informationstafeln und Wegweiser in neuem Glanz. Für Besucher jeden Alters gibt es dort eine Menge zu entdecken. An über 70 Stationen werden mit Hilfe von Lehrtafeln die heimischen Wildtiere, Vögel, Fledermäuse, Schmetterlinge und Pflanzen vorgestellt. Viele Tier- und Pflanzenarten sind bei genauerem Hinsehen vor Ort zu entdecken. Ein großes Insektenhotel informiert darüber hinaus über die Lebensweise verschiedener Insektenarten. Start- und Endpunkt des Pfades ist der Friedhof in Guckheim. Es werden auch Führungen für

Gruppen, vor allem für Schulklassen angeboten. Bei Fragen steht Ihnen gerne die NABU-Gruppe Guckheim zu Verfügung: Bruno Koch, Tel.: 06453 - 921738

Projekt KinderGartenpaten

aktiv für gesundes Essen und bewusst Ernährung

Hochbeetpaten/-patinnen bei einem Projektworkshop im Jahr 2014
Hochbeetpaten/-patinnen bei einem Projektworkshop im Jahr 2014

Welches Gemüse wächst im eigenen Garten? Was brauchen Pflanzen zum Wachsen? Und welche Aufgabe erfüllen die Regenwürmer? Spannende Fragen, denen Kinder und Kindertagesstätten im Rahmen des Projekts „KinderGartenpaten“ auf den Grund gehen.

 

Nach dem großen Erfolg des Bildungsprojektes in den vergangenen Jahren hat im März 2016 für 10 Kitas aus der Region Rhein-Westerwald wieder die Garten- und Hochbeetsaison begonnen. Im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung bildet der NABU ehrenamtliche Hochbeetpatinnen und -paten aus, die die Gartenarbeit an Hochbeeten und das Thema gesunde Ernährung in den Kitas pädagogisch umsetzen. Über 30 Kitas aus der Region Rhein-Westerwald hatten sich beim NABU um eine Projektteilnahme in 2016 beworben.

 

Erfolgreiche Bewerber erhalten jeweils ein kostenloses Hochbeet inkl. Saatgut, das die Kinder unter Anleitung eines oder mehrerer ehrenamtlicher Gartenpaten gestalten, bepflanzen und pflegen. Das Hochbeet wird von den Gartenpaten gemeinsam mit Kindern, engagierten Eltern und Erziehern aufgebaut. In drei halbtägigen Workshops werden die Gartenpaten vom NABU für die gartenpädagogische Arbeit geschult. Natürlich soll neben der Pflege auch die anschließende Ernte nicht zu kurz kommen, denn gesundes Gemüse gehört auf den Tisch! So sammeln die Kinder wertvolle Erfahrungen und werden an eine gesunde Ernährung herangeführt.

 

Der erste Projektworkshop 2016 mit 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand im März 2016 in der Kommunalen Kita Höchstenbach statt. NABU-Projektkoordinator Hermann Holl stellte zunächst die breite Palette heutiger Hochbeettypen und deren Vorteile gegenüber Flachbeeten sowie die fachgerechte Befüllung bzw. Schichtung mit organischem Material vor. Anschließend legten die ehrenamtlichen Hochbeetpatinnen und -paten im Außengelände selbst Hand an: Innerhalb kürzester Zeit errichteten sie für die Kita Höchstenbach ein komplettes Muster-Hochbeet an Ort und Stelle, versehen mit Fundament, Wühlmausschutz, Teichfolie gegen Verrottung des Holzes und Befüllung u.a. mit fruchtbarem Mix aus Mutterboden und Komposterde. Mit dem nötigen Know-how steht nunmehr dem Aufbau weiterer Hochbeete in den teilnehmenden Kitas nichts mehr im Wege. Wie und was gemeinsam mit den Kindern gesät und gepflanzt wird, ist Schwerpunktthema des bald folgenden NABU-Workshops.

 

Weitere Informationen zum Projekt sind in der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald sowie unter www.kindergartenpaten.de erhältlich.

Hochbeetaufbau in der Kommunalen Kita Höchstenbach
Hochbeetaufbau in der Kommunalen Kita Höchstenbach

Vernetzungstreffen am 10.09.2016 im Permakulturgarten Andernach-Eich

Am Samstag, den 10. September 2016 fand im Permakulturgarten Andernach-Eich ein Vernetzungstreffen der vier Jahrgänge der am Projekt teilnehmenden Kindergärten und GartenpatInnen statt.

Der Nachmittag begann für die 15 TeilnehmerInnen mit einer Führung über das Gelände des Permakulturgartens durch den betreuenden Landwirt Bernd Schumacher. Anhand der vielen vorhandenen Obst- und Gemüsesorten wurden Anbaumethoden und Bewirtschaftungstipps ausgetauscht und diskutiert. Im Anschluss stand die pädagogische Umsetzung der Gartenarbeit in den Kindergärten im Vordergrund. Im neuen Seminarhaus des Permakulturgartens fand hierzu ein fruchtbarer Erfahrungsaustausch statt. Dieser wurde begleitet von einer Vorstellung des bundesweiten Netzwerks „Kinder-Garten im Kindergarten“ durch deren stellvertretende Leiterin Hella Hansen, die extra aus Frankfurt am Main angereist war. Ziel des Netzwerks ist es, das Thema Biodiversität im Kindergartenalltag zu verankern. Zuletzt erfolgte eine Vorstellung der neuen Internetseite www.kindergartenpaten.de, die der NABU als Informationsportal für alle interessierten Kindergärten rund um das Thema Gärtnern mit Kindern ins Leben gerufen hat.

TeilnehmerInnen des Vernetzungstreffens im Permakulturgarten Andernach-Eich

Aus dem Projektjahr 2015:


Projektworkshop 3/2015 zur gartenpädagogischen Arbeit in der Kita fand am 17. Juli 2015 im NABU-Naturschutzzentrum Westerwald statt

Völlige Übereinstimmung herrschte am Freitag, den 17. Juli 2015 unter den zwanzig Paten und Patinnen sowie Abordnungen von 10 Kitas aus den Kreisen Westerwald, Altenkirchen, Neuwied und Mayen-Koblenz im NABU-Naturschutzzentrum Westerwald: Das Projekt KinderGartenpaten ist ein absolutes Erfolgsmodell und kommt nicht nur bei den Kindern dank seiner handlungsorientierten Ausrichtung bestens an.

Nach zwei Workshops in den Kitas St. Markus in Ransbach-Baumbach und St. Joseph in Niederahr, in denen es überwiegend um Hochbeetaufbau, Saatgut, Säen und Pflanzen ging, stand die letzte Veranstaltung im NABU-Naturschutzzentrum ganz unter dem Motto: „Wie setze ich das Projekt mit Kindern um?“ Hoch engagierte Patinnen, Paten und Kita-Vertreter präsentierten zahlreiche Kleinprojekte, die neben NABU-Projektkoordinator und Leiter der Workshops Hermann Holl alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen mehr als beeindruckten. Eisgekühlter Möhrenpunsch, Holunderblütensirup, Möhrenchips, bunter Blattsalat mit essbaren Blüten und gourmethafte Brennnesselsuppen wurden vor Ort mit großem Lob verkostet und sind Beiträge für gesunde Ernährung, die in den Kitas in engem Kontext mit dem KinderGartenpaten-Projekt realisiert werden soll. Mit lustigen und lehrreichen Naturerlebnisaktionen wie dem Gemüse-Urwald, einem Reigen namens „Raupe Ursula“, dem Laubsauger-Wettkampf und Vorführen von Bastelarbeiten und Versuchen für drinnen und draußen, aber auch mit dem Experiment einer triebhaften Kartoffel im Schuhkarton „dem Licht entgegen“, lieferten alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen weitere tolle kindgerechte Beispiele zur eigenen Anwendung in der Kita. Mit Bildern zum Thema „Natur-Art“, also zum Herstellen vergänglicher Kunstwerke mit Naturmaterialien regte Projektkoordinator Holl die Akteure an, die Kreativität ihrer kleinen Gärtner zu fördern. Nach der Bestimmung ausgewachsener Gemüsepflanzen mit ihren Samenständen, die zur Artenkenntnis und Saatgutgewinnung ins Hochbeet gehören sowie der Präsentation eines lehrreichen Samen-Memorys traten höchst zufriedene und tatendurstige Kindergartenpaten und -patinnen ihre Heimfahrt an, um die Ideen und Aktionen in der eigenen Kita umzusetzen.

Präsentation leckerer Salate mit essbaren Blüten von Borretsch, Ringelblumen und Kapuzinerkresse
Präsentation leckerer Salate mit essbaren Blüten von Borretsch, Ringelblumen und Kapuzinerkresse
Gemeinsame Erprobung des Spiels "Im Klanggarten" für den späteren Einsatz in der Kita
Gemeinsame Erprobung des Spiels "Im Klanggarten" für den späteren Einsatz in der Kita