Willkommen auf der Internetseite der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald

Naturschutz, Artenschutz, Biotopschutz, Umweltschutz

Die NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald mit Sitz in Holler bei Montabaur vernetzt 13 NABU-Gruppen aus der Region Mittelrhein-Westerwald und steht der Bevölkerung für Fragen rund um das Thema Natur zur Verfügung.

Aktuelles

16.06.2021 Kunzes kleine Vogelkunde auf RPR1

Grünfink (Bild: Miriam Link)
Grünfink (Bild: Miriam Link)

Im Mai beschäftigte sich der Radiosender RPR1 drei Wochen lang mit den häufigsten Singvögeln in Rheinland-Pfalz. In "Kunzes kleiner Vogelkunde" stellte der Moderator jeden Morgen eine andere häufige Vogelart mit ihrem Gesang vor. Isabelle Thomé, Leiterin der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald lieferte dazu jeweils einige kuriose Fakten zu Amsel, Blaumeise & Co.

Am Ende jeder Woche konnten die Zuhörer ihr neu erworbenes Wissen in einem Quizz testen und mit etwas Glück einen Nistkasten für den eigenen Garten gewinnen.

 

Hier finden Sie die Mittschnitte zu 9 verschiedenen Singvogelarten, die in der Sendung vorkamen:

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RPR1LU_17-05-21_Haussperling.mp3
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RPR1LU_18-05-21_Amsel.mp3
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RPR1LU_19-05-21_Kohlmeise.mp3
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RPR1LU_20-05-21_Star.mp3
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RPR1LU_25-05-21_Blaumeise.mp3
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RPR1LU_26-05-21_Mauersegler.mp3
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RPR1LU_27-05-21_Grünfink.mp3
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RPR1LU_31-05-21_Elster.mp3
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RPR1LU_02-06-21_Feldsperling.mp3
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18.05.2021 Veranstaltung zum Thema Mensch und Tier

Ute Maria Lerner startet ein Pilotprojekt zum Thema Mensch und Tier
Ute Maria Lerner startet ein Pilotprojekt zum Thema Mensch und Tier

 

From Soul to Soul

 

Ute Maria Lerner hat die bisherige Zeit ihres Berufsverbotes als Bühnenkünstlerin dazu genutzt, neue Initiativen zu starten. Vom 27. Juno bis  bis 04. Juli 2021 möchte  sie ein Pilotprojekt realisieren, und präsentiert eine Themenwoche, in der das Verhältnis Mensch und Tier im Mittelpunkt steht. Auch werden neue Begegnungsräume zwischen Mensch und Tier präsentiert, in Reflektion auch zu neuen Kulturräumen auf dem Land. Die Idee dieser Themenwoche ist, dass sie auch wandern kann, und an weiteren Orten gezeigt werden soll.    

 

Ute Maria Lerner arbeitet seit fast 40 Jahren als Schauspielerin, Kulturmanagerin, sowie seit 2012 als Talkerin. Seit 2016 lebt sie wieder in ihrem Elternhaus in Müschenbach (in der Verbandsgemeinde Hachenburg) wo sie auch aufgewachsen ist. Um ein Zeichen zu setzen für Kunst und Kultur und das analoge Miteinander hat sie bereits im Spätsommer 2020 damit begonnen, ein Projekt zu planen, indem das Verhältnis Mensch/Tier neu reflektiert werden soll. Seit 2012 widmet sie sich in ihren „Uma-Talks“ gesellschaftlich relevanten Themen und möchte auch mit diesem Projekt wieder zum Diskurs anregen. Die Erkenntnis, das der Mensch nur eine Chance hat in der weiteren Evolution, wenn er kooperativ mit seiner Mitwelt und seinen Mitwesen agiert, ist die zentrale Message die Ute Maria Lerner vermitteln will. Sie lädt zudem zu einem Perspektivenwechsel ein. Die Tatsache, dass Tiere ebenso zu Gefühlen und Denken fähig sind, wie der Mensch, zwingt uns Menschen dazu, den Umgang mit Tieren endlich zu verändern. Die Trennung von Schmusetieren und engen Gefährten des Menschen auf der einen Seite, und Nutzvieh auf der anderen Seite, muss aufgehoben werden. Ute Maria Lerner selbst hat sich ganz konsequent bereits vor 15 Jahren dazu entschieden, kein Fleisch mehr zu essen. Nach ihrer Meinung muss Massentierhaltung und alle nicht tierwohlgerechte Haltung von Tieren nicht nur verboten werden, sondern jedwede Form von Tierquälerei unter Strafe gestellt werden. Eine Gesellschaft die sich moralisch dahingehend nicht entwickelt, hat auch ihren moralischen Anspruch auf den Titel: die Krone der Schöpfung verwirkt.

 

“Ich habe mich in den letzten eineinhalb Jahren sehr viel mit dem Thema Räume beschäftigt. Schutzräume, Heilräume, Kreativräume, Zwischenräume, gemeinsame Räume….ländliche Räume, und was ich ganz interessant fand: Die veränderte Situation durch Corona hat auch bei mir noch mal Räume meiner Kindheit und Jugend geöffnet, denn mit 10 wollte ich Tierärztin werden, und schon damals bin ich bei jeder Situation, wo ein Tier nicht richtig behandelt wurde, ausgeflippt! Also irgendwie ist diese Energie von damals noch mal stark in Erscheinung getreten. Zudem war der Spaziergang mit dem Hund zweimal täglich in den Wald das beste was ich zu Beginn der Corona Krise tun konnte. Natur und Tiere erden dich wieder und bringen dich in eine andere Energie. Denn zu Beginn wussten wir ja alle nicht, dieses Ereignis einzuschätzen, und diese ganzen unterschiedlichen Informationen im eigenen Kopf zu bewerten oder für uns einzuordnen.    

 

Zudem hat mich der Umstand, dass Menschen immer mehr in die letzten Schutzräume von Wildtieren eindringen, und der Mensch immer noch nicht begriffen hat, dass er lediglich ein Teil der Natur ist, und nicht getrennt von der Natur agieren kann, wenn er sich nicht selbst gefährden möchte, zu diesem Projektthema veranlasst“, so Lerner. “Dazu kamen weitere Anregungen, wie ein Gemälde von Carmen Benner, einer der neun ausstellenden Künstlerinnen, welches einen Fuchs in einer Kathedrale, also ein Tier in einem sakralen Raum des Menschen zeigt. Dieses Bild habe ich auch als Titelbild meines Flyers gewählt“ Es war Ute Maria Lerner wichtig, wie sie sagt, das Thema multidisziplinär anzugehen, und auch die bildende Kunst mit einzubeziehen. „Besonders freue ich mich bei den fotografischen Arbeiten, dass ich nicht nur regionale Fotografen zeigen kann, sondern auch mit Beiträgen aus Sri Lanka und Kalimantan in Indonesien ja international bin. Auch das ist schon lange einer meiner zentralen Ansätze bei meinen Projekten“. Das Besondere an ihrer Idee ist, dass sie Kunst, Kultur und Wissenschaft vereinen möchte, und dadurch auch wieder Multiplikationsräume schafft, denn es kommen dann auch  Menschen zusammen, die sich sonst nicht unbedingt begegnen würden. Sie möchte in einer Zeit, in der wir verstärkt digitale Mittel nutzen, wieder ein Zeichen für die analoge Begegnung setzen.

 

Die Themenwoche beginnt am Sonntag, den 27. Juni 2021 mit einer Film Matinee um 11 Uhr und dem ersten der drei von ihr kuratierten Dokufilme, die im Cinnexx Hachenburg gezeigt werden. Im Anschluss an den Film Being with Animals von Salome Pitschen, möchte Ute Maria Lerner mit der Regisseurin und Julia Kathan, einer Pferdekommunikatorin, ein Gespräch führen, und auch das Publikum zum Gespräch bitten. Am Dienstag den 29. JUNO wird Prof. Josef Settele einen Vortrag halten auf dem Biohof Mies in Hachenburg, mit der Fragegestellung: Bedeutung und Schutz der Artenvielfalt-kann ein Wandel gelingen? Er arbeitet u.a. am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle an der Saale und wurde im Juli 2020 in den Sachverständigenrat für Umweltfragen berufen, der die Bundesregierung berät. Im Anschluss daran wird es ebenfalls eine Diskussion geben. Zusammen mit Nina Fetzer / Umweltcampus) und Prof. Settele lädt Ute Maria Lerner auch hier das Publikum mit ein, mit zu diskutieren. Diese Veranstaltung wird in Kooperation mit der Friedrich Ebert Stiftung Rheinland Pfalz / Saarland realisiert.

 

“ Mit der Wahl dieses Ortes wollte ich eine Brücke schlagen, und den Fokus auf diejenigen legen, die in der Tierhaltung den einzig möglichen, gangbaren Weg in meinen Augen schon beschritten haben. Gleichwohl meine persönliche Message bleibt, eine fleischlose Lebensweise anzustreben.

 

Am Mittwoch den 30. Juno wird der Film Butenland gezeigt, indem ein ehemaliger Landwirt portraitiert wird, der nun mit seiner Lebensgefährtin seit vielen Jahren ein Kuhaltenheim betreibt. Im Anschluss an den Film diskutiert Ute Maria Lerner mit dem Regisseur Marc Pierschel. Am Donnerstag den 01. Juli wird sicher der Film: Die Rückkehr der Wölfe von Thomas Horat für reges Interesse sorgen und genügend Gesprächsstoff. An der anschließenden Diskussion sind einer der Protagonisten  des Films, der Naturführer Karsten Nitsch, sowie der Großkarnivorenbeauftragte Paul Bergweiler beteiligt. Den Abschluss und gleichzeitig Höhepunkt der Themenwoche am Samstag den 3.Juli und am Sonntag den 4. Juli 2021 wird ein zweitägiges Event im heimischen Garten des Maison Capitain von Frau Lerner sein. Zunächst wird am Samstag die Ausstellung der neun beteiligten Künstler eröffnet.Neben einem Vortrag von Meeresbiologen und Verhaltensforscher Dr. Karsten Brensing über das Denken und Fühlen von Tieren, wird es am Samstag eine weitere Diskussionsrunde mit Ute Maria Lerner, Dr. Brensing und Karsten Nitsch, sowie dem Biologen Philipp Schiefenhövel von der Masgeik Stiftung geben. Der Künstler Titus Lerner hat zudem ein Werk gestiftet, welches am Samstag versteigert werden soll. Der Erlös geht ebenfalls an Tierwohlprojekte. Der Samstag gipfelt in einem Konzert von Nils Kercher und Kira Kaipainen. An beiden Tagen wird es zudem ein kostenpflichtiges veganes Catering, Kaffee und Kuchen und Getränke geben, der Eintritt zu den Events ist frei. Die Gastgeberin bittet aber um Spenden, die alle an Tierwohlprojekte gehen. Am Sonntag den 04. Juli wird die Ausstellung ab 10.30 Uhr zu besuchen sein, um circa 11.30 Uhr wird die Tierärztin Dr. Wilma Staffa erzählen von dem Tier als Seelengefährten. Nach einem veganen Catering wir am Nachmittag  Julia Bourmer aus ihrem Leben mit vier Wasserbüffeln und zwei Huzulenpferden erzählen. An beiden Tagen wird der NABU mit einem Stand vertreten sein, sowie die Masgeik Stiftung und die Eselsschule von Elke Willems. Die Hähnelsche Buchhandlung wird alle Events begleiten mit einem Büchertisch, und den Büchern , die Ute Maria Lerner zu dem Projekt kuratiert hat. Natürlich werden die 5 anwesenden Autoren dieser Woche ihre Bücher auch signieren. Die Hähnelsche Buchhandlung wird zudem circa zwei Wochen vorher in ihrem Schaufenster in Hachenburg die Bücher schon ausstellen.  

 

Ohnehin, so betont Lerner zu Schluss des Gespräches, wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen  ohne die zahlreichen Kooperationspartner und Sponsoren, die alle im Flyer genannt werden. „Und“, so Lerner, da letztes Jahr auch u.a. eine neue Dokutalkfilmreihe, die ich mit der Landeszentrale für Umweltaufklärung realisieren wollte, schon gecrasht ist, konnten wir so in diesem Rahmen unsere Idee noch mal mit einfließen lassen. Die Landeszentrale für Umweltaufklärung ist auch bei diesem Projekt der Hauptkooperationspartner.

 

Für den 3. und 4. Juli wird um Anmeldung gebeten unter der Email maria-lerner@t-online.de. Zudem sind die dann geltenden Corona Vorgaben zu beachten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Infos zu den anderen Events finden sie auf dem Flyer, der verlinkt ist, sowie die genauen Uhrzeiten.   

 

Wer Interesse hat, die Ausstellung und Begleitprogramm auch zeigen zu wollen, kann sich ebenfalls per Email bei Frau Lerner melden.

 

 

 

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Veranstaltungsprogramm "From Soul to Soul"
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04.05.2021 Stunde der Gartenvögel vom 13. bis 16. Mai 2021

Bild: Rita Priemer/NABU
Bild: Rita Priemer/NABU

 

In zwei Wochen ist es wieder so weit: Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ruft mit der Stunde der Gartenvögel zur bundesweiten Zählaktion im eigenen Garten, auf dem Balkon oder im benachbarten Park auf. Vom 13. bis zum 16. Mai 2021 ist jede*r, die/der mitmachen möchte, dazu aufgerufen, Vögel zu beobachten und zu melden. Und das Mitmachen lohnt sich, denn es werden tolle Preise unter den Teilnehmern verlost. Bereits 2020 wurde mit 150.000 Teilnehmern ein neuer Zählrekord gesetzt.

 

Ergebnisse können noch bis zum 24. Mai gemeldet werden. Doch was sagen die Ergebnisse letztendlich aus? Durch die Meldungen können über einen längeren Zeitraum die durchschnittlichen Artenzahlen in den Regionen mit älteren Aufzeichnungen verglichen werden. So werden Trends sichtbar, die die Häufigkeit der Vogelarten anzeigen. Zusatzfragen wie die Frage nach den Beobachtungsumständen und den Eigenschaften des Beobachtungsstandortes erlauben es, zusätzliche Analysen durchzuführen. So können die Zählungen Auskunft darüber geben, welche Vogelarten besondere Pflege benötigen. Für diese Arten wurden bereits speziell entwickelte Programme ins Leben gerufen: „Gönn dir Garten“ heißt die aktuelle Gartenkampagne des NABU, unter dem Titel „Schwalbenfreundliches Haus“ werden bundesweit Häuser und Höfe mit besonders vielen Schwalbennestern prämiert und im Programm „Lebensraum Kirchturm“ wurden bereits über 1.000 Kirchen für den Schutz von Mauerseglern, Turmfalken, Schleiereulen, Dohlen und Fledermäusen vom NABU beraten und ausgezeichnet.

 

Beim Zählen kommt es lediglich darauf an, wie viele Vögel einer Art Sie während einer Stunde gleichzeitig zu Gesicht bekommen haben. Ihre Meldungen können Sie über das Online Formular (inklusive der Teilnahme an der Sonderverlosung), über die NABU App oder den Meldecoupon des NABU Faltblattes einreichen. Ebenfalls können Sie Ihre Beobachtungen der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald telefonisch unter der Nummer 02602/970133 oder per Mail an info@NABU-Westerwald.de melden. Weitere Infos zum Zählverfahren und zur Meldung finden Sie auf www.nabu.de.

 

Für unsere Jüngeren Vogelliebhaber*innen bietet der NABU die Schulstunde der Gartenvögel an, welche vom 17. bis zum 21. Mai 2021 stattfindet. Durch die Gartenrallye, welche je nach Alter angepasst ist, lernen die Kinder die häufigsten Gartenvögel und ihren Lebensraum kennen. Durch das bestellbare Vogelbüchlein und die Zählkarte wird den Kindern das Erkennen und die Zählung der Vögel erleichtert. Zusätzlich gibt es ein Gartenvogelposter mit den 10 häufigsten Vogelarten. Nach vorherigem Üben können so auch die kleinsten einen Beitrag zur bundesweiten Zählaktion leisten und sich für die Vogelwelt in ihrer Heimat begeistern.

 

25.03.2021 Neuer Veranstaltungskalender erschienen

 

 

Sie sind NABU Mitglied und wollen sich 2021 wieder engagieren oder als Neueinsteiger*in erste Erfahrungen mit der NABU machen? Dann werfen sie mal einen Blick in den diesjährigen Veranstaltungskalender der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald und den 13 NABU-Gruppen aus der Region, der diese Woche neu veröffentlicht wurde.

 

Aufgrund der Corona Pandemie orientiert sich der Veranstaltungskalender 2021 an einem neuen Konzept. Auf jeweils einer Doppelseite stellen die einzelnen NABU Gruppen ihre Aktivitäten vor und bieten interessante Veranstaltungen an. Aktuelle Infos dazu finden Sie auf der Homepage der jeweiligen Gruppe, der Regionalstelle oder in der Presse.

 

Insgesamt bieten die Gruppen über 70 Veranstaltungen an.

 

Wie auch in den vergangenen Jahren gibt es 2021 wieder eine Gemeinschaftsveranstaltung. Am 3. Oktober können Sie den Vogelzug am Dreifelder Weiher gemeinsam mit erfahrenen Vogelkundlern live erleben.

 

Den diesjährigen Veranstaltungskalender können Sie hier herunterladen:

 

 

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Veranstaltungskalender 2021 der NABU-Gruppen und der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald
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26.02.2021 Amphibien suchen wieder Laichgewässer auf

Erdkröte (Bild: Reinhold Ix)
Erdkröte (Bild: Reinhold Ix)

 

Wenn im Frühjahr die Nächte wärmer werden, machen sich Kröten, Frösche und Molche wieder auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Auf ihrer bis zu 2 km langen Wanderung müssen die Tiere auch Straßen überqueren, was nicht immer ungefährlich ist. Gerade im Dunkeln werden sie von den Autofahrern oft übersehen und leider überfahren. Was vielen nicht wissen ist, dass es auch schon ausreicht, wenn eine Auto oder LKW dicht an einem Amphib vorbeifährt. Dann platzen bei den Tieren durch den erzeugten Druck die Organe und sie erleiden einen qualvollen Tod. Dafür reichen im Übrigen schon Geschwindigkeiten ab 30 km/h aus. Daher bittet des NABU darum sich im Bereich von wandernden Amphibien auf ein Geschwindigkeit von 30 km/h zu beschränken.

 

Auf ihrem Weg orientieren sich Frösche, Kröten und Molche an Mond und Sternen, sowie an Gerüchen und Geräuschen. Dort, wo Naturschützer Amphibienschutzzäune aufgestellt haben, hüpfen die Tiere an der Absperrung entlang und landen schließlich in einem Eimer. Dieser wird in den Morgen- und Abendstunden von den Freiwilligen über die Straße getragen, sodass die Amphibien gefahrlos in ihr Laichgewässer gelangen können. Auch noch auf der Straße herumspringende Tiere werden eingesammelt und auf die andere Seite getragen.

 

Viele der im Amphibienschutz Aktiven kommen vom Naturschutzbund Deutschland (NABU), aber es sind auch Privatpersonen in der Region für den Amphibienschutz unterwegs. Da das Retten von Kröten, Fröschen und Molchen eine aufwändige Handarbeit ist, werde oft noch Helfer gesucht, die bei der Arbeit unterstützen. Wenn Sie sich gerne im Amphibienschutz engagieren möchten, können Sie sich bei folgenden Ansprechpartnern melden: für den NABU Kroppacher Schweiz ist Karin Rohrbach-Gramsch Ansprechpartnerin (Tel.: 02662/4144), Sie ist mit ihrer Gruppe am Dreifelder Weiher unterwegs. Auf der Kreisstraße in Ahlbach bei Flammersfeld engagiert sich Edgar Lobitz (Tel.: 02685-70131) vom NABU Altenkirchen. Für die Sayntalstraße bei Breitenau können Sie sich bei Lucia Preilowski vom NABU Rengsdorf melden (Email: preilowski@nabu-rengsdorf.de) oder bei Petra Steinhauer (Email: p.steinhauer@gmx.de). Zu den Privatpersonen, die sich im Amphibienschutz in der Region einsetzen gehört Katja Faust, Sie sammelt zwischen Steinebach und Hachenburg Frösche und Kröten (Tel.: 0170 9936078 oder Email: katja.faust@web.de), am Wiesensee engagiert sich Benno Steller (Tel.: 02664/5372) und bei Kirburg kümmert sich Silvana Link um die Amphibien (Tel.: 0177 5471388). Ansprechpartner beim NABU Montabaur für den Amphibienschutz ist Roger Best (Tel.: 0176 53614272), die Gruppe ist am Erlenhofsee aktiv, sucht aktuell aber keine Helfer.

 

05.01.2021 Stunde der Wintervögel

NABU und LBV rufen vom 08. bis 10. Januar zum elften Mal zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Die über viele Jahre hinweg mit der gleichen Methode erfassten Beobachtungen aus dem ganzen Land sind für die Naturschützer ein einmaliger Datenschatz. Die Stunde der Wintervögel gibt Aufschluss über die Bestandsentwicklung unserer Gartenvögel. Langfristig können auch Änderungen des Zugverhaltens von Vögeln dokumentiert werden. So wurden in den vergangenen Jahren verstärkt Zugvögel gezählt, die unsere Breiten normalerweise im Winter verlassen, wie Mönchsgrasmücken, Hausrotschwänze oder Stare. Sie ersparen sich offenbar zunehmend den Zug in den Süden. Lesen Sie hier weiter.

18.12.2020 Vögel nicht nur im Winter füttern

Kernbeißer am Futterhäuschen (Bild: Peter Trentz)
Kernbeißer am Futterhäuschen (Bild: Peter Trentz)

 

So mancher begeisterte Naturschützer hat seine Faszination für die Vogelwelt am winterlichen Futterhäuschen entdeckt. Hier ist mit relativ geringem Aufwand das Naturerleben auch für Kinder und Jugendliche mitten im Dorf oder gar in der Stadt möglich. Denn im Winter freuen sich die gefiederten Besucher über ein vielseitiges Futterangebot. So bevorzugen Körnerfresser wie Meisen, Finken und Sperlinge eher härtere Sämereien wie Sonnenblumenkerne, Hanf, Mohn oder Lein und Weichfutterfresser, zu denen unter anderem Rotkehlchen, Heckenbraunelle oder Amsel zählen, freuen sich über Rosinen, Obst, Haferflocken oder Kleie. Damit am Futterhäuschen möglichst keine Krankheiten übertragen werden, sollte man auf Futtersilos setzen, bei denen die Vögel nicht im Futter herumlaufen oder es mit Kot verunreinigen. Alternativ kann ein herkömmliches Futterhäuschen regelmäßig gesäubert und immer nur wenig Futter nachgelegt werden. Der Futterspender kann auch direkt an der Fensterscheibe angebracht werden, das verhindert stärkere Kollisionen aufgrund des kurzen Anflugweges.

 

Bei alledem sei erwähnt, dass die Winterfütterung nur etwa 10-15 Arten zugute kommt, die zudem in ihrem Bestand kaum gefährdet sind. Somit leistet die Vogelfütterung zum Artenschutz nur einen geringen Beitrag. Allerdings ist sie aus umweltpädagogischer Sicht durchaus wertvoll. Sinnvoll sind ergänzende Maßnahmen wie eine naturnahe Gestaltung des eigenen Gartens. Die Anpflanzung von beerentragenden heimischen Wildsträuchern und Hecken wie z.B. Gewöhnlicher Schneeball, Kornelkirsche, Mehlbeere oder Pfaffenhütchen wertet den Garten auf. Auch dass Belassen alter Obstbäume, die möglicherweise schon über Höhlen verfügen und das Anlegen von Wildblumenwiesen unterstützen nicht nur die Vogelwelt. Außerdem können Nistkästen das Wohnungsangebot vergrößern, das Liegenlassen von Altholz und Laub erweitert den Lebensraum und auch das Weglassen von Unkrautvernichtern und anderen Giften fördert die Artenvielfalt.

 

Auch im Frühjahr und Sommer können wir der Vogelwelt in unseren Gärten durch eine Fütterung aushelfen. Da die Jungvögel, welche in dieser Zeit großgezogen werden, natürlicherweise von ihren Eltern mit tierischer Nahrung in Form von Insekten versorgt werden, sollte man das Futterangebot entsprechend anpassen. So sind von April bis Juli möglichst fettarme, kleine Sämereien heimischer Wildkräuter sowie frisches oder tiefgefrorenes Insektenfutter (z.B. Mehlwürmer) eine gute Wahl. Werden in der warmen Jahreszeit Gefäße mit Trink- oder Badewasser bereit gestellt, so ist es wichtig, diese regelmäßig zu reinigen. Sollten dennoch kranke oder tote Vögel auftreten, empfiehlt es sich, die Fütterung und das Wasserangebot bis zum nächsten Winter einzustellen.

 

30.11.2020 Wasserpest - besser als ihr Ruf

Schmalblättrige Wasserpest (Bild: Lothar Kalok)
Schmalblättrige Wasserpest (Bild: Lothar Kalok)

 

Die Wasserpest wurde erstmals in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland beobachtet. Sie ist aus Amerika eingewandert und zählt damit zu den Neophyten, also zu den Pflanzen, die nach 1492 ihren Weg nach Europa gefunden haben. Es handelt sich um eine untergetaucht wachsende Wasserpflanze, die sehr lang werden kann und sich durch dunkelgrüne, zungenförmige Blätter auszeichnet. Sie kommt in stehenden und langsam fließenden Gewässern vor und bildet oft Massenbestände, so auch an der Westerwälder Seenplatte. Häufige Vertreter bei uns sind die Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis) und die Schmalblättrige Wasserpest bzw. Nuttalls Wasserpest (Elodea nuttallii).

 

Ihr Vorkommen kann ein Hinweis auf eine im Vergleich zum vorherigen Zustand verbesserte Wasserqualität sein, denn die Reduzierung von Phosphat z.B. durch die Einführung phosphatreduzierter Waschmittel, führt zu einem Rückgang des Phytoplanktons und unterstützt durch die so verbesserten Lichtverhältnisse das Wachstum der Wasserpest. Besonders in eutrophen, also nährstoffreichen, Gewässern bilden sich Massenbestände, in denen die Wasserpest dominiert und anderen Wasserpflanzen zurückgehen, aber offenbar nicht vollständig verdrängt werden.

 

Meist hält die Wasserpest-Dominanz nicht über einen langen Zeitraum an und es wird inzwischen davon ausgegangen, dass sich der Neophyt auf lange Sicht in das bestehende Ökosystem einfügt. Es gibt sogar positive Auswirkungen dieser Pflanze: sie bietet eine zusätzliche Nahrungsquelle für Wasservögel und Fische und eignet sich als Baumaterial für Köcherfliegenlarven sowie als Laichsubstrat für Fische. Auf die menschliche Gesundheit sind keine Auswirkungen zu erwarten.

 

Wenn die Bestände so massiv werden, dass sie beim Befahren des Gewässers mit Booten oder gar bei der Wasserkraftgewinnung störend werden, können regelmäßig wiederholte Maßnahmen zur Bekämpfung angebracht sein.

 

So könnte man Gewässer trockenfallen lassen, besonders wenn es in der Trockenperiode friert, ist dies vielversprechend. Weitere Alternativen sind biologische Bekämpfungsmethoden z.B. mit Rotfedern, jedoch fressen diese dann auch die anderen Wasserpflanzen, denen ja eigentlich durch die Maßnahme geholfen werden soll. Der Einsatz von Herbiziden ist in deutschen Gewässern verboten und würde ohnehin durch den Aufwuchs auf den Blättern der Wasserpest wirkungslos bleiben.

 

Für die mechanische Bekämpfung werden die Wasserpestbestände immer wieder mit Hilfe spezieller Mäh- und Sammelboote entfernt, wie es am Niederrhein oder in Holland regelmäßig geschieht oder vom Ufer aus mit Rechen bearbeitet. Allerdings hat sich herausgestellt, dass die Wasserpest sehr resistent gegen das Abschneiden reagiert und so langfristig das Überleben der Pflanze nicht verhindert werden kann.

 

Abgesehen davon wirkt sich die mechanische Bekämpfung negativ auf die Organismen aus, die in den Wasserpflanzenbeständen leben. Da wie bereits erwähnt vermutet wird, dass sich die Wasserpest letztendlich in das Ökosystem einfügt, wird der Pflanze am besten mit etwas Geduld begegnet.

 

06.11.2020 Zugvogelbeobachtungen auf naturgucker.de melden

Bild: Andreas Schäfferling
Bild: Andreas Schäfferling

Viele Vogelarten wie Weißstorch, Kranich oder Neuntöter verlassen im Herbst oder auch schon zu Ende des Sommers ihre Brutgebiete und ziehen in den Süden. Dabei sind etwa die Hälfte der 250 in Deutschland brütenden Vogelarten Zugvögel, welche alljährlich ihre Überwinterungsgebiete in Südeuropa, Afrika oder sogar in Indien aufsuchen. Je nach zurückgelegter Entfernung unterscheidet man Langstrecken- und Kurzstreckenzieher. Erstere sind jedes Jahr zur gleichen Zeit unterwegs, was sich daran bemerkbar macht, dass sich ihre Abflug- und Ankunftszeiten von Jahr zu Jahr nur um wenige Tage unterscheiden. In diese Kategorie fallen z.B. Weißstorch, Kuckuck und Rauchschwalbe. Im Gegensatz dazu fliegen die Kurzstreckenzieher nur bis ins winterwarme Westeuropa oder in den Mittelmeerraum. Sie passen ihre Zugzeiten der aktuellen Wetterlage an. Zu ihnen zählen unter anderem Kranich, Kiebitz und die beliebte Feldlerche. Alle nicht ziehenden Vögel werden durch den Begriff „Standvögel“ bezeichnet und bleiben das ganze Jahr über bei uns. Sie wandern allenfalls kleine Strecken, um z.B. lohnende Futterquellen aufzusuchen.

 

Viele Menschen erfreuen sich an den gut sichtbaren Kranich-Trupps, die zur Zeit auf ihren angestammten Zugrouten über uns hinweg ziehen und durch ihre trompetenartigen Rufe auf sich aufmerksam machen. Wer seine Beobachtungen festhalten und mit anderen teilen möchte, hat die Möglichkeit, dies über die Website naturgucker.de zu tun. Es handelt sich dabei um ein soziales Netzwerk für Naturbeobachter und alle, die es werden wollen. Alle aktiven Nutzer können hier ihre Beobachtungen mit Bildern einstellen und den Beobachtungspunkt auf einer Karte markieren. Sie haben zudem Zugriff auf eine Fülle an Informationen, die sich aus 1,8 Millionen Fotos, aktuellen Fund- und Verbreitungskarten, Zehntausenden Beobachtungsgebieten mit wertvollen Hinweisen, einer Bestimmungshilfe für die häufigsten Tagfalter und einer umfangreichen Stammbaumdarstellung der Tiere, Pflanzen und Pilze zusammen setzt. Zudem unterstützt ein Fachbeirat die Nutzer bei Bestimmungsproblemen. Aber auch ohne eine Registrierung kann man auf viele der Daten zugreifen. Als einzige Einschränkung sind geschützte Beobachtungen und Daten zu Bildern sensibler Arten im Sinne des Natur- und Artenschutzrechtes nicht frei zugänglich.

 

Naturgucker.de kooperiert mit über 70 verschiedenen Naturschutzvereinen und Naturschutzprojekten, unter anderem auch mit dem Landesverband Rheinland-Pfalz des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). Gerne können Sie Ihre Zugvogelbeobachtungen auch bei der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald melden (Tel.: 02602/970133 oder info@nabu-westerwald.de).

 

02.10.2020 Wahl zum Vogel des Jahres 2021

Bild: NABU
Bild: NABU

Erstmals in der Vereinsgeschichte des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) können die Mitglieder und auch Nicht-Mitglieder den Vogel des Jahres selbst wählen. Diesen gibt es nun schon seit 50 Jahren, doch bisher fand die Wahl immer durch ein Expert*innengremium hinter verschlossenen Türen statt. Das Modell „Vogel des Jahres“ ist so beliebt, dass in den letzten Jahrzehnten immer mehr Wesen des Jahres hinzugekommen sind. So folgten unter anderem die Blume des Jahres (1980), die Nutztierrasse des Jahres (1984) der Gewässertyp des Jahres (2011) und zuletzt der Speisepilz des Jahres (2016).

 

Mit dem Vogel des Jahres, 2020 ist es die Turteltaube, soll auf die Probleme der jeweiligen Art aufmerksam gemacht werden und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden, von denen auch weitere Arten profitieren können. Prominente Beispiele, bei denen die Schutzbemühungen Früchte getragen haben, sind in Rheinland-Pfalz der Wanderfalke (1971), der Weißstorch (1984) und der Kormoran (2010). Andere Vertreter kämpfen bis heute mit den gleichen Problemen seit ihrer Ernennung.

 

Die Wahl wird dem Vorbild eines politischen Wahlkampfes folgen. Unabhängig von einer NABU-Mitgliedschaft können sich Wahlkampfteams bilden, die Stimmung für „ihren“ Vogel machen. Die Vorwahl startet am 9. Oktober. In der Vorwahlphase werden dann aus 307 Vogelkandidaten zehn Vögel für die Hauptwahl ausgesucht. In dieser Hauptwahl vom 18. Januar bis 19. März wird der Vogel des Jahres 2021 bestimmt. Für die Wahl wird derzeit noch eine Kampagnen-Homepage erstellt, auf der jede*r seine Stimme abgeben kann. Schon jetzt können Mitglieder im NABU-Netz ein Wahlkampfteam anmelden, hier findet man auch weitere Informationen. Materialien für den Wahlkampf können ab 9. Oktober in einem Generator abgerufen werden.

 

Wer also schon immer fand, dass ein bestimmter Vogel endlich zum Vogel des Jahres gekürt werden soll, der kann jetzt die Chance ergreifen und zur Wahl des eigenen Favoriten aufrufen. Das Wahlkampfteam des Siegervogels wird zur Wahlparty nach Berlin eingeladen, mit Übergabe eines Preises und Treffen mit dem neuen NABU-Präsidenten Jörg Andreas Krüger.

 


15.09.2020 Start der Mitgliederwerbung für den NABU Rengsdorf

Lucia Preilowski (1.v.r.) und Maria Börsch (4.v.r.) informierten das Werbeteam über die Aktivitäten und Projekte des NABU Rengsdorf
Lucia Preilowski (1.v.r.) und Maria Börsch (4.v.r.) informierten das Werbeteam über die Aktivitäten und Projekte des NABU Rengsdorf

Am Mittwoch dem 16.09.2020 wird die Mitgliederwerbung für die NABU-Gruppe Rengsdorf beginnen. Geworben wird zunächst in der Verbandsgemeinde Puderbach, danach in den Verbandsgemeinden Rengsdorf-Waldbreitbach (im Gebiet der alten VG Rengsdorf) und Dierdorf. Einen Tag zuvor trafen sich die 1. Vorsitzende, Lucia Preilowski und Maria Börsch vom NABU Rengsdorf mit den Student*innen, die die Werbung durchführen werden. Gemeinsam mit Isabelle Thomé von der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald informierten sie die jungen Leute über die Aktivitäten und Projekte des NABU Rengsdorf.


07.09.2020 Start der Mitgliederwerbung für den NABU Hundsangen

Marcel Weidenfeller (2.v.r.) und Peter Fasel (3.v.r.) informierten das Werbeteam über die Aktivitäten des NABU Hundsangen
Marcel Weidenfeller (2.v.r.) und Peter Fasel (3.v.r.) informierten das Werbeteam über die Aktivitäten des NABU Hundsangen

Ab voraussichtlich Mitte dieser Woche beginnt die Informations- und Werbekampagne für die NABU-Gruppe Hundsangen. Bei einem Treffen mit dem Werbeteam informierten Marcel Weidenfeller und Peter Fasel vom NABU Hundsangen die jungen Leute über die Projekte, Aktivitäten und Veranstaltungsangebote der Gruppe. Auch Isabelle Thomé von der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald und Karin Rohrbach-Gramsch vom NABU Kroppacher Schweiz, der aktuell noch beworben wird, schulten das Team zu verschiedenen aktuellen Naturschutzthemen der Region.


18.08.2020 Flyer über die Westerwälder Seenplatte erschienen

Im Juli 2020 hat die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe unter dem Titel "Zu Besuch an der Westerwälder Seenplatte" einen Info-Flyer über die sieben Seen herausgebracht. Dieser steht hier zum Download bereit.

Der NABU bittet darin um Rückssichtnahme auf die störungsempfindlichen Tiere und Pflanzen, die in und an den Gewässern, aber auch in der umgebenden Natur beheimatet sind.

Ausführlichere Informationen über die sieben Seen, welche sich seit Herbst 2019 in der Obhut der NABU-Stiftung befinden, sind auf der Internetseite der Stiftung zu nachzulesen.


17.08.2020 Mitgliederwerbung für die NABU-Gruppen Altenkirchen, Kroppacher Schweiz und Hundsangen

An der Bildungsscheune des NABU Altenirchen im Ölferbachtal vermittelten die NABU-Gruppen Altenkirchen, Kroppacher Schweiz und Hundsangen sowie die Regionalstelle Rhein-Westerwald den Werbern interessantes Wissen rund um die Aktivitäten des NABU.
An der Bildungsscheune des NABU Altenirchen im Ölferbachtal vermittelten die NABU-Gruppen Altenkirchen, Kroppacher Schweiz und Hundsangen sowie die Regionalstelle Rhein-Westerwald den Werbern interessantes Wissen rund um die Aktivitäten des NABU.

Ab Montag, dem 17. August 2020 sind für die drei NABU-Gruppen Altenkirchen, Kroppacher Schweiz und Hundsangen Student*innen unterwegs, die auf die Aktivitäten des NABU aufmerksam machen. Sie stellen im jeweiligen Tätigkeitsgebiet der NABU-Gruppen, also den Verbandsgemeinden Altenkirchen-Flammersfeld, Hamm (Sieg), Hachenburg und Wallmerod die Projekte und Ziele der dort aktiven Gruppen vor und bitten Interessierte, Mitglied im NABU zu werden. Die Student*innen arbeiten als Ferienjobber für eine Agentur, mit der der NABU bundesweit schon über 25 Jahre zusammen arbeitet. Sie tragen einen Ausweis bei sich und sind an den blauen NABU-T-Shirts erkennbar. Aufgrund der aktuellen Situation tragen die jungen Leute einen Gesichtsschutz und achten auf ausreichend Abstand. Das Abschließen einer Mitgliedschaft ist kontaktlos möglich.

 

In Vorbereitung auf die insgesamt fünf- bis achtwöchige Informations- und Werbekampagne wurden die Student*innen von den Vertretern der NABU-Gruppen, Jutta Seifert und Harry Sigg (NABU Altenkirchen), Karin Rohrbach-Gramsch und Ariane Werner (NABU Kroppacher Schweiz) und Martin Dietz (NABU Hundsangen), über die Projekte ihrer Gruppen informiert und vom NABU geschult. Die Student*innen stehen in sehr engem Kontakt mit der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald und den beworbenen NABU-Gruppen. Da der NABU auf das Engagement von Ehrenamtlichen angewiesen ist, freuen sich die NABU-Gruppen auf neue Mitglieder und Personen, die im Naturschutz aktiv werden wollen.

 

20.07.2020 Mitmachen beim Insektensommer 2020

Vom 31. Juli bis 9. August findet der zweite Teil des diesjährigen NABU-Insektensommers statt. Mit der bundesweiten Mitmachaktion will der NABU die Vielfalt und den Wert der Insekten näher in den Fokus rücken und eine kontinuierliche Erfassung  etablieren. Machen Sie mit, denn jedes Insekt zählt!

Weitere Informationen finden Sie hier.

03.07.2020 NABU Kroppacher Schweiz verleiht 500. Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“

Im Rahmen des NABU-Projektes „Schwalbenfreundliches Haus“ hat die NABU-Gruppe Kroppacher Schweiz jetzt die 500. Auszeichnung in Rheinland-Pfalz verliehen. Für ihr Engagement im Schwalbenschutz erhielten Olga und Denise Remmele aus Mündersbach (VG Hachenburg) die Auszeichnung mit einer Plakette für die Hauswand und einer Urkunde. In gleich vier Schwalbennestern brüten Mehlschwalben unter ihrem Dachvorsprung. Wir sagen „Herzlichen Glückwunsch“. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

26.06.2020 Tipps zum Umgang mit Wespen und Hornissen

Hornisse
Bild: NABU/Ulrich Vogl

Sommerzeit ist Wespen- und Hornissenzeit. Die wohl bekanntesten Wespenarten, die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, gehören wie die Hornisse zu den sogenannten Sozialen Faltenwespen. Die in Staaten lebenden Tiere sind außerordentlich nützlich und ein wichtiger Bestandteil der Natur. Sie verfüttern Insekten wie Mücken, Fliegen und Bremsen an ihre Brut und tragen so zu einem ökologischen Gleichgewicht bei. Wespen und Hornissen dienen wiederum Vögeln wie z. B. Neuntöter, Bienenfresser und Wespenbussard als Nahrung. Mit dem Bau ihrer kunstvollen Nester beginnen die Königinnen im Frühjahr. Was vielen nicht bekannt ist: Die Nester der staatenbildenden Tiere sind nur einige Monate bewohnt. Lesen Sie hier weiter...

19.06.2020 NABU-Beweidungsprojekt auf der Concordia Sandhalde in Bendorf als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet

Günter Hahn (NABU), Umweltministerin Ulrike Höfken, Dr. Ulrich Kleemann (Präsident SGD Nord) und Dr. Johannes Leonhard (NABU) im Beweidungsgebiet auf der Concordia Sandhalde.
V. l. n. r.: Günter Hahn (NABU), Umweltministerin Ulrike Höfken, Dr. Ulrich Kleemann (Präsident SGD Nord) und Dr. Johannes Leonhard (NABU) im Beweidungsgebiet auf der Concordia Sandhalde. Bild: Christian von Landwüst

Das Beweidungsprojekt der NABU-Gruppe Neuwied und Umgebung e. V. auf der Concordia Sandhalde in Bendorf wurde jetzt als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Auszeichnung überreichte Umweltministerin Ulrike Höfken bei einem Ortstermin im Beisein der NABU-Aktiven vor Ort sowie von Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Birgit Meyreis, zweite Kreisbeigeordnete des Landkreises Mayen-Koblenz, sowie Julia Burkei und Dr. Martin Göttgen, Referenten für Natura 2000 im Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten.

150 Jahre lang diente die ehemalige Industriehalde von Thyssen-Krupp inmitten eines Bendorfer Industriegebietes als Abraumhalde für Abfälle aus der Eisenverhüttung. Im Jahr 2005 dann kaufte die NABU-Gruppe Neuwied und Umgebung e. V. die fünf Hektar große Fläche und begann mit der Renaturierung des Gebietes. Um eine Verbuschung zu verhindern und so den wertvollen Charakter des Gebietes zu erhalten, beweiden aktuell sechs Burenziegen und ein Zwergesel die Fläche. Durch eine Kombination aus Beweidung und manuellen Arbeit ehrenamtlicher NABU-Mitglieder konnten in den letzten 15 Jahren invasive Arten zurückgedrängt und die Artenvielfalt deutlich erhöht werden. Auf der Sandhalde konnte sich ein naturschutzfachlich wertvoller Trockenrasen entwickeln, der vielen typischen und seltenen Arten offener, warmer Landschaften wie Zauneidechse, Sandlaufkäfer und Blauflügelige Ödlandschrecke einen Lebensraum bietet. Über 150 Pflanzen- und mehr als 60 Vogelarten konnten im Gebiet bereits nachgewiesen werden. Die NABU-Fläche stellt mittlerweile zudem einen wichtigen Trittstein und ein bedeutendes Vernetzungselement für Tier- und Pflanzenarten in der landwirtschaftlich intensiv genutzten Landschaft der Rheinebene dar.

Die Betreuung des NABU-Projektes inklusive der Tierbetreuung wird durch das umfangreiche ehrenamtliche Engagement der Mitglieder der NABU-Gruppe Neuwied und Umgebung e. V. gewährleistet. Personen, die das Projekt unterstützen wollen, können sich direkt an die NABU-Gruppe wenden.

Weitere Informationen zu den NABU-Beweidungsprojekten in der Region finden Sie hier.

16.06.2020 Bilanz der Amphibienwanderung am Dreifelder Weiher

Nach Abschluss der Laichwanderung der Amphibien im Frühjahr und dem Abbau ihres Amphibienschutzzauns an der K2 am Dreifelder Weiher zieht die NABU-Gruppe Kroppacher Schweiz Bilanz: Im Frühjahr 2020 konnten  insgesamt 5.333 Amphibien sicher über die Straße gebracht und so vor dem Verkehrstod bewahrt werden. 95 Prozent aller geretteten Amphibien waren Erdkröten, aber auch Grün- und Grasfrösche, Bergmolche und Teichmolche waren unter den Wanderern. Den in diesem Jahr an der K2 erstmalig installierten Amphibienschutzzaun will die NABU-Gruppe Kroppacher Schweiz auch im nächsten Jahr wieder aufbauen und betreuen. Das Amphibienschutz-Team freut sich dann über weitere helfende Hände. Interessierte Personen können sich schon jetzt an die NABU-Gruppe Kroppacher Schweiz wenden.

04.06.2020 Fledermauszensus 2020

Zum sechsten Mal findet am kommenden Wochenende (5.-7. Juni) der großangelegte Fledermauszensus des NABU Rheinland-Pfalz statt. Dieser soll dabei helfen, einen besseren Überblick über die Bestände der Fledermäuse in unseren Städten und Dörfern zu erhalten. Weitere Informationen finden Sie hier.

28.05.2020 Zählen, was zählt - Insektensommer 2020

Kleiner Fuchs, Bild: Helge May
Bild: Helge May

Vom 29. Mai bis 7. Juni und vom 31. Juli bis 9. August findet der NABU-Insektensommer 2020 statt. Mit der bundesweiten Mitmachaktion will der NABU die Vielfalt und den Wert der Insekten näher in den Fokus rücken und eine kontinuierliche Erfassung  etablieren. Machen Sie mit, denn jedes Insekt zählt!

 

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13.05.2020 Althandys und Naturkorken für den guten Zweck sammeln

Unsere NABU-Projekte „Handys für Hummel, Biene und Co.“ und „Korken für den Kranichschutz“ gehen in die zweite Runde. Wir rufen zur Sammlung und Abgabe von defekten Handys und Naturkorken auf, damit diese im Sinne des Umwelt- und Ressourcenschutzes fachgerecht recycelt werden können. Die Erlöse der Handy- und Korkensammlungen fließen in den Insekten- und Kranichschutz. Wir haben unser Netz an Sammelstellen erweitert und hier eine aktualisierte Übersicht zusammengestellt.

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12.05.2020 Bereits über 120.000 Teilnehmende bei der "Stunde der Gartenvögel"

Mindestens 120.000 Menschen haben das Muttertagswochenende genutzt, um Vögel in Garten, Park oder auf dem Balkon zu zählen. Damit haben sich so viele wie noch nie zuvor an der 16. „Stunde der Gartenvögel“ beteiligt. Im vergangenen Jahr hatten gut 76.000 Naturfreundinnen und -freunde teilgenommen. Da noch bis  zum 18. Mai nachgemeldet werden kann, könnten es in diesem Jahr sogar noch doppelt so viele wie 2019 werden. Im Mittelpunkt des Interesses der diesjährigen Zählung stand die Blaumeise. Seit Anfang März waren beim NABU vermehrt Berichte über kranke und tote Blaumeisen eingegangen. Bis heute wurden 19.000 solcher Meldungen registriert, die 35.000 verstorbene Vögel betreffen. Als Ursache wurde inzwischen das Bakterium Suttonella ornithocola identifiziert. Im Durchschnitt konnten die Teilnehmer der Aktion in diesem Jahr innerhalb einer Stunde knapp 31 Vogelindividuen aus gut elf verschiedenen Arten entdecken, bestimmen und melden. Wie immer in den letzten Jahren war dabei der Haussperling mit 5,3 Vögeln pro Garten der häufigste Gartenvogel. Große Verlierer dieses Jahres sind neben der Blaumeise auch der Star und – wie schon in den Vorjahren – der Grünfink. Auch beim kleinen Zaunkönig sinken die Zahlen konstant von Jahr zu Jahr. Bei den größten Sorgenkindern unter den Siedlungsvögeln, Mehlschwalbe und Mauersegler, wiederholten sich die katastrophalen Ergebnisse der Vorjahres zum Glück nicht, aber sie sind weiterhin weit entfernt von früheren Bestandszahlen. Zu den Gewinnern zählen vor allem Ringeltaube und Türkentaube, aber auch Eichelhäher und Buntspecht nehmen weiter zu. Beobachtungen können nach bis zum 18. Mai am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden. Das funktioniert auch mit der kostenlosen NABU-App Vogelwelt, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt. Weitere Informationen, aktuelle Zwischenstände und Ergebnisse sind unter www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden.

05.05.2020 Mitmachen bei der "Stunde der Gartenvögel" vom 8. bis 10. Mai

Vom 8. bis 10. Mai findet zum sechzehnten Mal die "Stunde der Gartenvögel" statt. Beteiligen Sie sich an Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmachaktion und testen bzw. erweitern Sie gleichzeitig Ihre Kenntnisse über unsere heimische Vogelwelt! Beobachten und zählen Sie eine Stunde lang die Vögel in Ihrem Garten oder im Park und melden Sie dem NABU Ihre Beobachtungen! Weitere Informationen und unser Online-Meldeformular finden Sie hier


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