Willkommen auf der Internetseite der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald

Naturschutz, Artenschutz, Biotopschutz, Umweltschutz

Die NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald mit Sitz in Holler bei Montabaur vernetzt 13 NABU-Gruppen aus der Region Mittelrhein-Westerwald und steht der Bevölkerung für Fragen rund um das Thema Natur zur Verfügung.

Aktuelles

03.07.2020 NABU Kroppacher Schweiz verleiht 500. Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“

Im Rahmen des NABU-Projektes „Schwalbenfreundliches Haus“ hat die NABU-Gruppe Kroppacher Schweiz jetzt die 500. Auszeichnung in Rheinland-Pfalz verliehen. Für ihr Engagement im Schwalbenschutz erhielten Olga und Denise Remmele aus Mündersbach (VG Hachenburg) die Auszeichnung mit einer Plakette für die Hauswand und einer Urkunde. In gleich vier Schwalbennestern brüten Mehlschwalben unter ihrem Dachvorsprung. Wir sagen „Herzlichen Glückwunsch“. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

26.06.2020 Tipps zum Umgang mit Wespen und Hornissen

Hornisse
Bild: NABU/Ulrich Vogl

Sommerzeit ist Wespen- und Hornissenzeit. Die wohl bekanntesten Wespenarten, die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, gehören wie die Hornisse zu den sogenannten Sozialen Faltenwespen. Die in Staaten lebenden Tiere sind außerordentlich nützlich und ein wichtiger Bestandteil der Natur. Sie verfüttern Insekten wie Mücken, Fliegen und Bremsen an ihre Brut und tragen so zu einem ökologischen Gleichgewicht bei. Wespen und Hornissen dienen wiederum Vögeln wie z. B. Neuntöter, Bienenfresser und Wespenbussard als Nahrung. Mit dem Bau ihrer kunstvollen Nester beginnen die Königinnen im Frühjahr. Was vielen nicht bekannt ist: Die Nester der staatenbildenden Tiere sind nur einige Monate bewohnt. Lesen Sie hier weiter...

19.06.2020 NABU-Beweidungsprojekt auf der Concordia Sandhalde in Bendorf als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet

Günter Hahn (NABU), Umweltministerin Ulrike Höfken, Dr. Ulrich Kleemann (Präsident SGD Nord) und Dr. Johannes Leonhard (NABU) im Beweidungsgebiet auf der Concordia Sandhalde.
V. l. n. r.: Günter Hahn (NABU), Umweltministerin Ulrike Höfken, Dr. Ulrich Kleemann (Präsident SGD Nord) und Dr. Johannes Leonhard (NABU) im Beweidungsgebiet auf der Concordia Sandhalde. Bild: Christian von Landwüst

Das Beweidungsprojekt der NABU-Gruppe Neuwied und Umgebung e. V. auf der Concordia Sandhalde in Bendorf wurde jetzt als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Auszeichnung überreichte Umweltministerin Ulrike Höfken bei einem Ortstermin im Beisein der NABU-Aktiven vor Ort sowie von Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Birgit Meyreis, zweite Kreisbeigeordnete des Landkreises Mayen-Koblenz, sowie Julia Burkei und Dr. Martin Göttgen, Referenten für Natura 2000 im Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten.

150 Jahre lang diente die ehemalige Industriehalde von Thyssen-Krupp inmitten eines Bendorfer Industriegebietes als Abraumhalde für Abfälle aus der Eisenverhüttung. Im Jahr 2005 dann kaufte die NABU-Gruppe Neuwied und Umgebung e. V. die fünf Hektar große Fläche und begann mit der Renaturierung des Gebietes. Um eine Verbuschung zu verhindern und so den wertvollen Charakter des Gebietes zu erhalten, beweiden aktuell sechs Burenziegen und ein Zwergesel die Fläche. Durch eine Kombination aus Beweidung und manuellen Arbeit ehrenamtlicher NABU-Mitglieder konnten in den letzten 15 Jahren invasive Arten zurückgedrängt und die Artenvielfalt deutlich erhöht werden. Auf der Sandhalde konnte sich ein naturschutzfachlich wertvoller Trockenrasen entwickeln, der vielen typischen und seltenen Arten offener, warmer Landschaften wie Zauneidechse, Sandlaufkäfer und Blauflügelige Ödlandschrecke einen Lebensraum bietet. Über 150 Pflanzen- und mehr als 60 Vogelarten konnten im Gebiet bereits nachgewiesen werden. Die NABU-Fläche stellt mittlerweile zudem einen wichtigen Trittstein und ein bedeutendes Vernetzungselement für Tier- und Pflanzenarten in der landwirtschaftlich intensiv genutzten Landschaft der Rheinebene dar.

Die Betreuung des NABU-Projektes inklusive der Tierbetreuung wird durch das umfangreiche ehrenamtliche Engagement der Mitglieder der NABU-Gruppe Neuwied und Umgebung e. V. gewährleistet. Personen, die das Projekt unterstützen wollen, können sich direkt an die NABU-Gruppe wenden.

Weitere Informationen zu den NABU-Beweidungsprojekten in der Region finden Sie hier.

16.06.2020 Bilanz der Amphibienwanderung am Dreifelder Weiher

Nach Abschluss der Laichwanderung der Amphibien im Frühjahr und dem Abbau ihres Amphibienschutzzauns an der K2 am Dreifelder Weiher zieht die NABU-Gruppe Kroppacher Schweiz Bilanz: Im Frühjahr 2020 konnten  insgesamt 5.333 Amphibien sicher über die Straße gebracht und so vor dem Verkehrstod bewahrt werden. 95 Prozent aller geretteten Amphibien waren Erdkröten, aber auch Grün- und Grasfrösche, Bergmolche und Teichmolche waren unter den Wanderern. Den in diesem Jahr an der K2 erstmalig installierten Amphibienschutzzaun will die NABU-Gruppe Kroppacher Schweiz auch im nächsten Jahr wieder aufbauen und betreuen. Das Amphibienschutz-Team freut sich dann über weitere helfende Hände. Interessierte Personen können sich schon jetzt an die NABU-Gruppe Kroppacher Schweiz wenden.

04.06.2020 Fledermauszensus 2020

Zum sechsten Mal findet am kommenden Wochenende (5.-7. Juni) der großangelegte Fledermauszensus des NABU Rheinland-Pfalz statt. Dieser soll dabei helfen, einen besseren Überblick über die Bestände der Fledermäuse in unseren Städten und Dörfern zu erhalten. Weitere Informationen finden Sie hier.

28.05.2020 Zählen, was zählt - Insektensommer 2020

Kleiner Fuchs, Bild: Helge May
Bild: Helge May

Vom 29. Mai bis 7. Juni und vom 31. Juli bis 9. August findet der NABU-Insektensommer 2020 statt. Mit der bundesweiten Mitmachaktion will der NABU die Vielfalt und den Wert der Insekten näher in den Fokus rücken und eine kontinuierliche Erfassung  etablieren. Machen Sie mit, denn jedes Insekt zählt!

 

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13.05.2020 Althandys und Naturkorken für den guten Zweck sammeln

Unsere NABU-Projekte „Handys für Hummel, Biene und Co.“ und „Korken für den Kranichschutz“ gehen in die zweite Runde. Wir rufen zur Sammlung und Abgabe von defekten Handys und Naturkorken auf, damit diese im Sinne des Umwelt- und Ressourcenschutzes fachgerecht recycelt werden können. Die Erlöse der Handy- und Korkensammlungen fließen in den Insekten- und Kranichschutz. Wir haben unser Netz an Sammelstellen erweitert und hier eine aktualisierte Übersicht zusammengestellt.

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12.05.2020 Bereits über 120.000 Teilnehmende bei der "Stunde der Gartenvögel"

Mindestens 120.000 Menschen haben das Muttertagswochenende genutzt, um Vögel in Garten, Park oder auf dem Balkon zu zählen. Damit haben sich so viele wie noch nie zuvor an der 16. „Stunde der Gartenvögel“ beteiligt. Im vergangenen Jahr hatten gut 76.000 Naturfreundinnen und -freunde teilgenommen. Da noch bis  zum 18. Mai nachgemeldet werden kann, könnten es in diesem Jahr sogar noch doppelt so viele wie 2019 werden. Im Mittelpunkt des Interesses der diesjährigen Zählung stand die Blaumeise. Seit Anfang März waren beim NABU vermehrt Berichte über kranke und tote Blaumeisen eingegangen. Bis heute wurden 19.000 solcher Meldungen registriert, die 35.000 verstorbene Vögel betreffen. Als Ursache wurde inzwischen das Bakterium Suttonella ornithocola identifiziert. Im Durchschnitt konnten die Teilnehmer der Aktion in diesem Jahr innerhalb einer Stunde knapp 31 Vogelindividuen aus gut elf verschiedenen Arten entdecken, bestimmen und melden. Wie immer in den letzten Jahren war dabei der Haussperling mit 5,3 Vögeln pro Garten der häufigste Gartenvogel. Große Verlierer dieses Jahres sind neben der Blaumeise auch der Star und – wie schon in den Vorjahren – der Grünfink. Auch beim kleinen Zaunkönig sinken die Zahlen konstant von Jahr zu Jahr. Bei den größten Sorgenkindern unter den Siedlungsvögeln, Mehlschwalbe und Mauersegler, wiederholten sich die katastrophalen Ergebnisse der Vorjahres zum Glück nicht, aber sie sind weiterhin weit entfernt von früheren Bestandszahlen. Zu den Gewinnern zählen vor allem Ringeltaube und Türkentaube, aber auch Eichelhäher und Buntspecht nehmen weiter zu. Beobachtungen können nach bis zum 18. Mai am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden. Das funktioniert auch mit der kostenlosen NABU-App Vogelwelt, erhältlich unter www.NABU.de/vogelwelt. Weitere Informationen, aktuelle Zwischenstände und Ergebnisse sind unter www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden.

05.05.2020 Mitmachen bei der "Stunde der Gartenvögel" vom 8. bis 10. Mai

Vom 8. bis 10. Mai findet zum sechzehnten Mal die "Stunde der Gartenvögel" statt. Beteiligen Sie sich an Deutschlands größter wissenschaftlicher Mitmachaktion und testen bzw. erweitern Sie gleichzeitig Ihre Kenntnisse über unsere heimische Vogelwelt! Beobachten und zählen Sie eine Stunde lang die Vögel in Ihrem Garten oder im Park und melden Sie dem NABU Ihre Beobachtungen! Weitere Informationen und unser Online-Meldeformular finden Sie hier

24.04.2020 Im Einsatz für Fledermäuse im Westerwald - Student untersucht Überwinterungsquartiere und wertet Daten aus 34-jähriger ehrenamtlicher Erfassungstätigkeit aus

 4.010 Fledermäuse aus 10 Arten in 68 Überwinterungsquartieren: Die Datengrundlage für die Bachelorarbeit des Studenten Niklas Kukat aus Faulbach kann sich sehen lassen. Für seinen Universitätsabschluss im Fach BioGeoWissenschaften an der Universität Koblenz-Landau hat der 24-Jährige die Erfassungsdaten von sieben ehrenamtlichen Fledermausschützern aus dem Westerwald aus 34 Erfassungsjahren zusammengetragen und wissenschaftlich ausgewertet. Lesen Sie hier weiter.

23.04.2020 Turmfalkenbrut in Höhr-Grenzhausen - live!

Unter www.falken-hoehr.de können Sie das diesjährige Turmfalken-Brutgeschäft mit sechs Eiern in einem auf einem Höhr-Grenzhausener Dachboden installierten Turmfalkenkasten live beobachten!

14.04.2020 Brut- und Aufzuchtzeit in Wald und Flur

Rehkitz im Gras
Bild: NABU/CEWE/Gerd Wartha

Mit steigenden Temperaturen zieht es viele Menschen in die Natur. Hier ist aktuell und in den kommenden Wochen auch in Bezug auf die Tierwelt sehr viel los: Es ist die Brut- und Aufzuchtzeit von Vögeln und anderen Wildtieren, welche insbesondere bis Mitte Juli sehr störempfindlich sind. Wir bitten deshalb um entsprechende Rücksichtnahme. Spaziergänger und Radfahrer sollten in dieser sensiblen Zeit auf den Wegen bleiben und Hunde sollten an der Leine geführt werden, damit Wildtiere eine Chance haben, ungestört ihre Jungen großzuziehen. Leider kommt es immer wieder vor, dass z. B. Rehkitze bis zur Erschöpfung gehetzt, der Nachwuchs bodenbrütender Vogelarten getötet oder Elternvögel aufgeschreckt werden, weil bei Hunden der Jagdtrieb erwacht und etwaige Rufe von Herrchen oder Frauchen keine Wirkung zeigen. Aufgeschreckte Elternvögel verlassen z. B. ihre Nester und können Eier oder Jungvögel nicht mehr vor dem Auskühlen schützen.

Wir weisen außerdem darauf hin, dass Jungtiere, die in Wald und Flur gesichtet werden und scheinbar hilflos sind, oftmals gar nicht hilflos und verlassen sind. Jungtiere, die nicht offensichtlich verletzt oder einer akuten Gefahr ausgesetzt sind, sollten zunächst an Ort und Stelle belassen werden, während das Geschehen ggf. aus weiter Entfernung beobachtet wird. Säugetiere sollten von Menschen nicht berührt werden, damit die Muttertiere, die in der Regel nicht weit entfernt sind, sie nicht verlassen.

08.04.2020 Aktuelle Zahlen zur Amphibienwanderung am Dreifelder Weiher

Straßenschild "Krötenwanderung"
Bild: Helge May

Am Amphibienschutzzaun der NABU-Gruppe Kroppacher Schweiz an der Kreisstraße K2 am Dreifelder Weiher konnten in diesem Frühjahr bis heute bereits 4122 Erdkröten, 59 Teichmolche, 10 Bergmolche, 46 Grasfrösche und 30 Grünfrösche sicher über die Straße getragen werden. Die Amphibienwanderung hält an. Weitere Informationen gibt es bei der NABU-Gruppe Kroppacher Schweiz.

30.03.2020 Zusammenarbeit von NABU und Unterer Naturschutzbehörde Altenkirchen im Schwalbenschutz

Mehlschwalbe
Bild: Marcel Weidenfeller

In diesem Frühjahr startete eine Zusammenarbeit der drei NABU-Gruppen aus dem Landkreis Altenkirchen mit der Unteren Naturschutzbehörde Altenkirchen im Schwalbenschutz. Zusammen weisen wir auf die Gefährdungssituation unserer heimischen Schwalben hin, informieren über ihren gesetzlichen Schutzstatus, geben Hinweise zum Vorgehen bei geplanten Sanierungsarbeiten an Gebäuden und stellen kostenlose Nisthilfen und Informationsmaterialien für Personen zur Verfügung, die Schwalben ein Zuhause geben wollen. Im Rahmen des NABU-Projekts „Schwalbenfreundliches Haus“ zeichnet der NABU zudem HausbesitzerInnen mit Schwalbenvorkommen mit einer Plakette und einer Urkunde aus. Weitere Informationen finden Sie hier.

25.03.2020 Energetische Sanierung und Artenschutz

Bild: Marco Sommerfeld
Bild: Marco Sommerfeld

Die energetische Sanierung von Gebäuden birgt große Potentiale für den Klimaschutz und stellt einen wichtigen Baustein der Energiewende dar. Sie birgt jedoch auch Gefahren für Vogel- und Fledermausarten, die Gebäude als Brutplätze oder Wochenstubenquartiere, Ruheplätze, Balz- oder Winterquartiere nutzen. Um die „Wohnungsnot“ von Vögeln und Fledermäusen nicht noch weiter zu verschärfen, müssen Klima- und Artenschutz bei der energetischen Gebäudesanierung miteinander verknüpft werden. Eine Sanierung bietet sogar die Chance, das Angebot an Quartieren und Nistmöglichkeiten an Gebäuden deutlich zu verbessern. Im Rahmen des dreijährigen Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Energetische Sanierung und Artenschutz - Klima- und Artenschutz am Gebäude verknüpfen und gemeinsam voranbringen“ arbeitet der NABU Rheinland-Pfalz aktuell an der Entwicklung technischer Lösungen zur Integration von Artenschutz­maßnahmen in Wärmeverbundsysteme. Das Vorhaben wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Weitere Informationen finden Sie hier.


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