Projekt KinderGartenpaten

aktiv für gesundes Essen und bewusste Ernährung

Hochbeetpaten vor einem bepflanzten Hochbeet
Hochbeetpaten/-patinnen bei einem Projekt-Workshop

Welches Gemüse wächst im eigenen Garten? Was brauchen Pflanzen zum Wachsen? Und welche Aufgabe erfüllen die Regenwürmer? Spannende Fragen, denen Kinder und Kindertagesstätten im Rahmen des Projekts „KinderGartenpaten“ auf den Grund gehen.

Nach dem großen Projekterfolg der letzten Jahre bietet der NABU im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz in der Region Rhein-Westerwald auch im Jahr 2018 wieder zehn Kindertagesstätten die Teilnahme am Projekt an.

Erfolgreiche Bewerber erhalten jeweils ein kostenloses Hochbeet inkl. Saatgut, das die Kinder unter Anleitung eines oder mehrerer ehrenamtlicher Gartenpaten gestalten, bepflanzen und pflegen. Das Hochbeet wird von den Gartenpaten gemeinsam mit Kindern, engagierten Eltern und Erziehern in der Kita aufgebaut. In drei halbtägigen Workshops werden die Gartenpaten vom NABU für die gartenpädagogische Arbeit geschult. Natürlich soll neben der Pflege auch die anschließende Ernte nicht zu kurz kommen, denn gesundes Gemüse gehört auf den Tisch! So sammeln die Kindergartenkinder wertvolle Erfahrungen und werden an eine gesunde Ernährung herangeführt.

 

Haben Sie Fragen zum Projekt? Dann rufen Sie uns gerne an! Viele weitere Informationen finden Sie auch unter www.kindergartenpaten.de

Bericht aus dem Evangelischen Kindergarten Anhausen, Projektteilnehmer 2018

 Abenteuer rund ums Hochbeet – im Evangelischen Kindergarten Anhausen forschen Naturdetektive mit Begeisterung

 

In der Erde wühlen, den Regenwürmern bei der Arbeit zusehen und erkennen, was die Kulturpflanzen zum Wachsen brauchen, das sind Ziele des Projektes KinderGartenpaten, das vom Naturschutzbund (NABU) im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz angeboten wird. Kindern soll die die Möglichkeit gegeben werden, zu säen und zu pflanzen, das Wachstum der Pflanzen zu beobachten, sie zu pflegen, zu ernten und sie sich schmecken zu lassen. Und sie entdecken Insekten, Regenwürmer und anderes Getier und deren Bedeutung für die Natur.

 

Der evangelische Kindergarten Anhausen hatte sich beworben und ist in diesem Jahr mit neun weiteren Einrichtungen aus den Kreisen Westerwald, Altenkirchen und Neuwied daran beteiligt.

 

Zwei Hochbeetpatinnen, Waltraud Baustian und Andrea Weger, und zwei Erzieherinnen, Kathrin Hachenberg und Jutta Kopper, begleiten die Kinder auf ihrer Entdeckungsreise in die Natur. In drei vom NABU organisierten Workshops für alle beteiligten Einrichtungen gab es Informationen und Austausch zum Bau des Hochbeetes, zur Bepflanzung und zu möglichen Aktivitäten rund ums Hochbeet.

 

So startete das Projekt am Samstag, 07. April 2018. Das vom NABU gespendete Material für das Hochbeet wurde von engagierten Eltern, Großeltern, Erzieherinnen und Kindern aufgebaut und befüllt. Dank einer Spende der unteren Naturschutzbehörde konnte sogar ein Walnussbaum gepflanzt werden. Dann wurde bei einem ersten Treffen mit einer Gruppe interessierter Kinder, den Patinnen und den betreuenden Erzieherinnen abgestimmt, was nun passieren sollte.

 

Im weiteren Verlauf säten und pflanzten die Kinder und kümmerten sich um die Pflanzen - von der Kapuzinerkresse über Radieschen, Kohlrabi, Erbsen, Möhren bis hin zu Salat und Tomaten. Neben dem Hochbeet haben die Kinder noch Kartoffeln, Mais und Sonnenblumen angepflanzt. Bis heute und in den Herbst hinein sorgen sie dafür, dass das Gemüse ordentlich gedeiht. Unkraut jäten, gießen, aufhacken – alles Aufgaben, die sie gewissenhaft wahrnehmen. Täglich gehen sie zu ihrem Beet und schauen nach. Jeden Mittwoch gestalten sie noch besondere Aktionen, wie Erstellung und Beobachtung einer Regenwurm-Beobachtungsstation, eines Kresse-Experimentes - „Was brauchen Pflanzen eigentlich, um zu wachsen?“, Bau von Insekten- und Ohrwurmhotels u.a.m. Und sie bereiten leckere Snacks zu, die sie allen Kita-Kindern anbieten.

 

Das Projekt ist noch lange nicht zu Ende, die Begeisterung hält bei allen Beteiligten an und es gibt noch so viel zu erforschen, auch im Herbst, Winter und dann wieder im Frühling.

 

Text: Andrea Weger